Sichere Tragemöglichkeit für behinderte Kinder ?

Bereich zum Erfahrungsaustausch in Sachen REHA Hilfsmittel.

Sichere Tragemöglichkeit für behinderte Kinder ?

Beitragvon *Martina* » 8/3/2008, 15:41

Hallo zusammen,

wisst ihr eine Möglichkeit, wie man Kinder leichter tragen kann??

Jakob wiegt 18 kg - aber nicht das Gewicht ist entscheidend. Vielmehr seine Spastik. Entweder macht er sich steif wie ein Brett oder er "spielt" Igel.

Ich muss ihn sicher aus dem Bett bekommen und die Treppe runtertragen.

Habt ihr Tipps?

Auf der Hüfte tragen ist wg. der Spastik fast nicht mehr möglich.

Danke,

Martina
Zuletzt geändert von *Martina* am 9/3/2008, 07:33, insgesamt 2-mal geändert.
Jakob (*11/02), V.a. angeborene unbekannte Stoffwechselstörung, schwerst mehrfachbehindert, Z.n ALTE, ICP, blind, Microcephalus, Epilepsie, Sondenkind mit PEG, Hüftluxation bd., Kyphose. Bruder von Pauline (15 J.) und Sophie (13 J.).
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Beitragvon Reiner » 8/3/2008, 20:05

Hallo Martina,

was mir dazu einfällt, wäre eine behinderten gerechte Sitzschale mit fahrbarem Untergestell.
Darin können die Kinder angeschnallt werden, und zu den verschiedenen Verrichtungen geschoben anstatt getragen werden.

Die andere Möglichkeit wäre ein Kinder Rollstuhl. Solche Rollis gibt es in den unterschiedlichsten Grössen und Ausführungen.

Frag doch mal euer Sanitätshaus, dem Kinderarzt oder beim SPZ nach, was sie für Jakob empfehlen würden.

Lieben GruĂź

Reiner

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Beitragvon *Beate* » 10/3/2008, 07:57

Hallo liebe Martina,

unten trägst du Jakob ja nicht so wie oben und Treppe. Es gibt doch diesen Easy - Tragegurt von Meyra , den du dir um den Becken legst und Jakob darauf setzt und ihn mkit den Armen stützt.....doich bei der Spastik bin ich mir nicht sicher.
Ich hatte an diesen damals mal gedacht, als Vincent schwerst krank war, die Kasse wollte den aber nicht bezahlen und dann wegen der Schwangerschaft wäre der sowieso nicht gegangen.

Lieben GruĂź an dich,

Beate
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Beitragvon *Martina* » 10/3/2008, 10:27

Hallo Beate,

genau das ist mein Problem. Ich versuche das mal zu beschreiben. Wenn er sich steif macht - egal ob die Brettform oder als Igelchen - ich krieg ihn da nicht raus.
Vielleicht bessere Beschreibung: Bei der Igel-Position rollt er sich so ein, dass ich ihn nicht mal in einen Sitz bekomme - bei der Brettform kann ich ihn an mir auch nicht abstĂĽtzen.

Hast du einen Link fĂĽr Meyra??

Danke dir,

Martina
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Beitragvon Beate » 11/3/2008, 10:03

Hallo Martina,

den Easy-Tragegurt hatte ich auch. Aber bei der Spastik, die du beschrieben hast, wird das wohl nicht klappen.

Frag doch mal deinen Pflegedienst. Die wissen oft mehr, als wir ihnen so zutraun.
Zumindest mache ich im Moment gute Erfahrungen.

Liebe GrĂĽĂźe

Beate
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Beitragvon anke » 11/3/2008, 10:49

HAllo zusammen,

days ist auch eine gute Frage, die ich für unsere Situation mit Joost auch noch nicht beantwortet habe- Momentan trage ich ihn immer "quer" vor dem Bauch- Joost wird in den nächsten Wochen ins Erdgeschoss ziehen- und dann werden wir die Treppe nur noch selten überwinden müssen.

LG
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Beitragvon *Martina* » 11/3/2008, 11:02

Hallo Beate!

Um ehrlich zu sein - wir haben keinen Pflegedienst. Nur den Beratungsdienst, der alle 3 Monate kommt. Und die kennen sich nicht aus - weil es kein "normaler" Einsatz ist. Eeiner für ältere Leute. Halt nicht für ein Kind - und da merkt man diese absolute Hilflosigkeit (Ich meine das nicht negativ!)

Anke - wie bekommst du das hin??
Ich halte Jakob wie du vor mir am Bauch und stĂĽtze ihn mit der einen Hand unter dem Po und mit dem anderen Ellenbogen an der Wand ab.

Ich glaube, sein Bett muss auch runter. Dann brauche ich aber einen Monitor.

Liebe GrĂĽĂźe,

Martina
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Beitragvon anke » 11/3/2008, 13:29

Hallo Martina,

also ich laufe "frei" die Treppe runter und halte nur Joost!- Habt ihr denn jetzt auch einen Monitor? Was soll denn dann ĂĽberwacht werden?

Wir hatten sehr lange bei Joost die Sensormatten von Phillips drin-das hat uns ungemein beruhigt.

LG
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Beitragvon *Martina* » 15/3/2008, 09:19

Hallo Anke,

nein, wir haben keinen Monitor. Jakob liegt in unserem Bett. Matratzendschonend fürs Pflegebett :roll: Aber er hat schon zweimal aufgehört zu atmen, krampft oder hat Magenprobleme, die so groß sind, dass der ganze Kopf nass ist.
Da kann ich ihn nicht ohne Ăśberwachung lassen....

Die Ärzte sagen, es sei nicht nötig - was passieren soll, passiert.
Deshalb ist er bei uns, damit wir zumindest das GefĂĽhl haben, Kontrolle zu haben.

Was sind Sensor-Matten?? Zu uns kommt nämlich der Beratungseinsatz.

Liebe GrĂĽĂźe,

Martina
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Beitragvon anke » 17/3/2008, 12:20

Liebe MArtina,

ich meine diese Matten, die es in Kombination mit einem Babyfon gibt. Sie liegen unter der Matraze und geben sofort Alarm, wenn ein Atemstillstand einsetzt!

Dies hat uns eine enorme Beruhigung gebracht. Wir sind im GroĂźen und Ganzen auch der MEinung- was passieren soll, passiert- wir wollen jedoch auch dies Spitzen miterleben.

Zwischenzeitlich hat Joost auch in unserem Bett geschlafen- dies hat insgesamt weder ihm noch uns wirklich gut getan!

Seitdem er wieder alleine in seinem Zimmer schläft geht es uns allen besser...!

Diese Sensormatte kann man ganz normal im Handel erwerben!
LG
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