Sozialpädiatrische Zentren (SPZ) allgemein

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Sozialpädiatrische Zentren (SPZ) allgemein

Beitragvon Mone80 » 4/7/2010, 16:46

HAllo, hier ein paar Infos √ľber Sozialp√§diatrische Zentren.

Historie der Sozialpädiatrischen Zentren


Die Sozialpädiatrischen Zentren sind aus der Historie ihrer Entstehung der Untersuchung, Behandlung und Rehabilitation behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder gewidmet. Ihre Aufgabe und Inanspruchnahme hat sich inzwischen auf ein weites Spektrum ausgeweitet, wobei hier regionale Unterschiede von SPZ zu SPZ existieren.

Das erste Zentrum dieser Art wurde 1968 von Prof. Dr. Th. Hellbr√ľgge in M√ľnchen konzipiert und realisiert. Ausgangspunkt war eine universit√§re kinderheilkundliche Einrichtung, n√§mlich die Universit√§ts-Kinderpoliklinik M√ľnchen. Das offensichtliche Ungen√ľgen rein medizinischer, klinisch orientierter Denk- und Handlungskonzepte in der Betreuung neurologisch gesch√§digter und entwicklungsgef√§hrdeter Kinder f√ľhrte zu dem weitsichtigen und damals durchaus unkonventionellem Schritt, die klinische Psychologie und die Heilp√§dagogik organisatorisch in das kinderheilkundliche Angebot zu integrieren.

Inhaltlich waren die urspr√ľnglichen Konzepte stark beeinflu√üt durch die Erfahrungen mit dem Deprivationssyndrom, d.h. aus der Beobachtung von Kindern, die durch unzureichende Betreuung au√üerhalb der Familie erhebliche Beeintr√§chtigungen in der geistigen und seelischen Entwicklung erlitten hatten. Aus dieser Herleitung erkl√§rt sich, warum der Begriff "sozialp√§diatrisch" f√ľr Konzepte und Institutionen der Fr√ľherkennung und Fr√ľhbehandlung gesch√§digter und von Behinderung bedrohter Kinder im medizinischen Bereich verwendet wurde und schlie√ülich auch in die Sozialgesetzgebung einging.

Ab 1970 entstanden in der Bundesrepublik Deutschland weitere Zentren nach M√ľnchner Vorbild. 1981 - zum Zeitpunkt der Gr√ľndung der "Arbeitsgemeinschaft Sozialp√§diatrischer Zentren und Abteilungen" - gab es 21 solcher Einrichtungen. Zur Zeit gibt es bundesweit mehr als 100 Sozialp√§diatrischer Zentren mit unterschiedlichen Strukturen und institutioneller Einbindung.

Charakteristika der Sozialpädiatrischen Zentren im Vergleich zu anderen pädiatrischen Institutionen :

* Interdisziplinarität
* Hoher Anteil an psychotherapeutischen / psychosozialen und rehabilitativen Interventionen
* Einbeziehung der Familie in die Therapie als konzeptioneller Schwerpunkt
* Organmedizinisch orientierte und medizinisch-technische Interventionen nicht im Vordergrund
* Kindheitslange Betreuung bis ins Jugendalter
* Schnittstelle zwischen klinischer Pädiatrie, pädiatrischer Rehabilitation und öffentlichem Gesundheitsdienst
* Vernetzung mit nichtärztlichem Diensten in großem Umfang, Erfordernis eines hohen Organisationsaufwands


hier gibt es eine Adressliste von ganz Deutschland ---> rechts oben

http://www.dgspj.de/index.php?option=co ... &Itemid=63


F√∂rderung und Unterst√ľtzung bei Problemen in der kindlichen Entwicklung
Sozialpädiatrische Zentren (SPZ)

Die Sozialpädiatrischen Zentren (SPZ) in Deutschland sind Einrichtungen der ambulanten Krankenversorgung, die auf Kinder und Jugendliche spezialisiert sind.

* Auf Kinder und Jugendliche spezialisierte Einrichtungen
* Im Auftrag niedergelassener Vertragsärzte
* Verzeichnisse der Sozialpädiatrischen Zentren in Deutschland

Auf Kinder und Jugendliche spezialisierte Einrichtungen

Bei einer Erkrankung oder bei dem Verdacht auf eine Erkrankung, in deren Folge es zu St√∂rungen in der kindlichen Entwicklung, Behinderungen, Verhaltensauff√§lligkeiten oder seelischen St√∂rungen kommt oder kommen kann, bieten Sozialp√§diatrische Zentren fachliche Hilfe und Unterst√ľtzung. In Sozialp√§diatrischen Zentren werden Kinder und Jugendliche fachlich-medizinisch untersucht, betreut und behandelt. Die einzelnen Sozialp√§diatrischen Zentren sind dabei unterschiedlich ausgerichtet, so dass Kinder mit den verschiedensten Krankheits- und St√∂rungsbildern hier untersucht und behandelt werden.

Hierzu gehören zum Beispiel:

* Globale Entwicklungsstörungen, Epilepsie, chronische Kopfschmerzen, Muskelerkrankungen und andere neuropädiatrische Krankheiten,
* Verhaltensauffälligkeiten im Säuglings- und Kleinkindalter, hyperkinetische Störungen, Störung des Sozialverhaltens, psychosomatische Symptome und andere psychiatrische Störungsbilder,
* umschriebene Entwicklungsst√∂rungen, wie zum Beispiel Teilleistungsst√∂rungen, Folgen anderer chronischer Erkrankungen, Langzeitbegleitung nach Fr√ľh- bzw. Risikogeburten,
* familiäre Interaktionsstörungen, Vernachlässigung, Misshandlung, sexueller Missbrauch und andere Störungen des sozialen und familiären Umfeldes.

Im Auftrag niedergelassener Vertragsärzte

Sozialp√§diatrische Zentren arbeiten nur im Auftrag und auf √úberweisung der niedergelassenen Vertrags√§rzte. Dies sind vor allem √Ąrzte f√ľr Kinder- und Jugendmedizin. Zu den besonderen Kennzeichen der Sozialp√§diatrischen Zentren geh√∂rt eine enge, fach√ľbergreifende Zusammenarbeit auf medizinischem, psychologischem und p√§dagogisch-therapeutischem Gebiet. In der Praxis bedeutet dies, dass mit den niedergelassenen √Ąrzten und Therapeuten, den F√∂rdereinrichtungen und mit dem √∂ffentlichen Gesundheitssystem eng zusammengearbeitet wird. Die Familien werden in die Behandlung immer mit einbezogen und betroffene Kinder werden gegebenenfalls √ľber die gesamte Kindheit bis ins Jugendalter betreut.


http://www.kindergesundheit-info.de/rat ... ntren-spz/

Liebe Gr√ľ√üe
Mone80
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Die "Besonderen Kinder" liegen mir besonders am Herzen!
Freie Mitarbeiterin in einer Ergotherapiepraxis in Frankfurt am Main
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