Down-Syndrom-Sprechstunde in NĂĽrnberg

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Down-Syndrom-Sprechstunde in NĂĽrnberg

Beitragvon Mone80 » 28/1/2010, 22:32

Down-Syndrom-Sprechstunde in der
Cnopf’schen Kinderklinik in Nürnberg


http://www.ds-infocenter.de/html/dssprechstunde.html

Dieses noch relativ neue Beratungsangebot des Deutschen Down-Syndrom InfoCenters ist eine Ergänzung zu den bestehenden Unterstützungsmöglichkeiten, die Eltern von Kindern mit Down-Syndrom zur Verfügung stehen. Therapeuten und Ärzte können sich ebenfalls mit Fragen an das DS-Team wenden.

Erfahrung und Kompetenz
Ein Kinderarzt sieht pro Jahr in der Regel nur wenige Kinder mit Down-Syndrom, möglicherweise hat er auch jahrelang kein einziges Kind mit DS in seiner Praxis. Deshalb hat er keine Gelegenheit, viel Erfahrung zu sammeln mit den spezifischen Problemen, die diese Kinder haben können. Das Gleiche gilt häufig ebenso für Therapeuten in logopädischen und krankengymnastischen Praxen.
In der DS-Sprechstunde arbeitet ein Team von Fachleuten aus dem medizinischen und therapeu-tischen Bereich, das aus einer langjährigen Erfahrung schöpfen und durch sein Engagement in der Sprechstunde noch mehr Kompetenz aufbauen kann. Jeweils am letzten Dienstag eines Monats bietet das Deutsche Down-Syndrom InfoCenter vormittags in den Räumen der Cnopf'schen Kinderklinik in Nürnberg eine Sprechstunde an für Babys und Kleinkinder mit Down-Syndrom bis zum Alter von ca. vier Jahren. Eltern haben die Möglichkeit, ihr Kind dem Kinderarzt, einer Logopädin und einer Physiotherapeutin vorzustellen. Mit im Team ist auch eine Krankenschwester. Außerdem steht eine Mitarbeiterin des DS-InfoCenters für allgemeine Fragen zur Verfügung. Seit März 2006 findet die DS-Sprechstunde regelmäßig statt und wird von Eltern wie auch vom
DS-Team sehr positiv bewertet.

Häufig werden gesundheitliche Probleme bei Kindern mit Down-Syndrom übersehen oder dem Syndrom zugeschrieben. Dies kann eine unnötige Verzögerung der Entwicklung zur Folge haben. Der Kinderarzt, der die Down-Syndrom-spezifischen Probleme kennt, untersucht das Kind gründlich und macht sich so ein Bild über seinen Gesundheitszustand.
Er kann besorgte Eltern meistens beruhigen, sie, wenn nötig, über eine eventuelle Behandlung informieren und wird in einem zusammenfassenden Bericht, der auch an den behandelnden Kinderarzt geschickt wird, die Befunde und eventuelle Behandlungsvorschläge mitteilen.

Die Krankengymnastin konzentriert sich auf die Entwicklung der grobmotorischen Fertigkeiten des Kindes. Wie bewegt sich das Kind, welche motorischen Fähigkeiten beherrscht das Kind bereits und was sind die nächsten Entwicklungsschritte? Wie kann man diese Entwicklung anregen und dafür sorgen, dass sich keine falschen Bewegungsmuster einschleifen? Die Krankengymnastin kann Eltern Übungen zeigen und Tipps für die motorische Förderung ihres Kindes geben.

Die Logopädin berät beim Stillen und gibt Tipps rund um die Ernährung. Sie beurteilt, ob das Kind korrekt saugt bzw. trinkt oder kaut. Sie informiert die Eltern über Hilfsmittel, die bei der Förderung oder zur Stimulation der Mundmotorik eingesetzt werden können. Die Logopädin überprüft den Stand der Sprachentwicklung (Wortschatz, Artikulation und Grammatik) und kann Ratschläge zur Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit geben.

Die Mitarbeiterinnen des DS-InfoCenters informieren die Familien über weitere Fördermaßnahmen und Fördermaterialien, geeignete Literatur, Kindergartenmöglichkeiten usw. Allgemeine Themen können angesprochen werden: Wie sieht der Alltag einer Familie, in der ein Kind mit Down-Syndrom lebt, aus, was bedeutet dies für die Geschwisterkinder, wie können Therapien und Förderung in den Alltag eingebaut werden? Die Gesprächspartnerinnen verstehen es, praxisorientierte Hilfen anzubieten, denn sie sind selbst Eltern eines Kindes mit Down-Syndrom. Rechtliche und finanzielle Fragen können beantwortet werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, über das DS-InfoCenter mit anderen Familien Kontakt aufzunehmen.



Klingt interessant aber die Altersgrenze geht nur bis zum 4. Lebensjahr! :roll:

LG MOne80
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