Bei welcher Krankheit "Helmpflicht" (lang)

Bereich zum Erfahrungsaustausch in Sachen REHA Hilfsmittel.

Bei welcher Krankheit "Helmpflicht" (lang)

Beitragvon steferl » 15/4/2011, 22:29

Hallo,

ich schreibe selten aktiv im Forum mit. Teilweise weil mir die Erfahrung fehlt und teilweise auch die Zeit (meistens gehe ich in der Arbeit, aber da muss ich zur Zeit Ausbilden, vorher war die Kinderreha, eigntlich ist ja ständig etwas :eek: ).

Jetzt muss ich mich schon wieder mit einer Frage an euch wenden, weil ich einfach nicht mehr weiĂź, wo ich sonst noch Hilfe bekommen.
Veilleicht erst mal mein Problem bzw. die Geschichte dazu.

Maximilian geht seit Mai 2010 in die Kinderkrippe, weil wir beider wieder arbeiten müssen. Gekrabbelt ist er nie richtig, er war Porutscher, Laufen hat er Ende Oktober 2010 angefangen. Dezember und Januar waren wir dann im Kinderzentrum München, wegen vieler Kleinigkeiten z.B. extreme Unsicherheit beim Gehen, kein Laufen auf Gras oder Schnee, beim Sturz nicht mit dem Armen abgefangen etc. Dort wurde eine Entwicklungsverzögerung von 3 - 5 MOnaten diagnostiziert und Heilpädagogische Frühförderung enpfohlen. Bei der Frühförderstelle haben wir jetzt am Mittwoch einen Termin (vorher war wir auf Reha wegen Asthma und dann bei der falschen Adresse).
Mittlerweile läuft Maximilian recht gut (hat auch das Kinderzentrum schon im Januar festgestellt). Leider fängt er sich beim Fallen immer noch sehr schlecht ab. Da er - familiär bedingt durch meinen Mann - einen sehr großen Kopf (und etwas mehr Flüssigkeit - mir fehlt der Name leider nicht ein) hat, werden seine Beulen an der Stirn immer sehr sehr groß. Wirklich groß. :cry:. Wir bekommen es aber meist durch Arnika-Globui recht gut in den Griff.

Kurz nach der Reha (Mitte März) kam die Krippe auf uns zu, dass wir etwas zum Abpolstern brauchen, weil ihnen das Risiko des Fallens zu groß ist. Wir hatten keine Idee, da kam der Vorschlag "Billiges Stirnband mit Füllwatte, aber am liebsten Helm". Das Stirnband habe ich gemacht, einen Helm bekomme ich nicht, weil kein Rezept. Also über e.. versucht und Glück gehabt. Leider war der Helm wohl minimalst zu klein, er scheuerte an der Stirn. Nach 3 Tagen haben wir denn wieder mitgenommen, weil es uns zuviel wurde und ich sogar schon von Leuten angesprochen wurde, warum der Kleine eine wunde Stirn hat.
Nachdem der Helm weg war, wurde mein Mann angesprochen "Wir brauchen einen Helm. Wir wollen das Risiko eines Schädel-Hirntraumas nicht mehr tragen. Wir überlegen, ob Sie eine Kündigung des Krippenplatzes bekommen".
Die Krippe hat das doofe Stirnband, mittlerweile auch ArnicaGlobuli. Wir werden schon von Eltern angesprochen, was unser Sohn hat.

So MOntag ist nun Besprechung mit Leitung Trägerverein (Nachbarschaftshilfe), Leitung Krippe, Gruppenerzieherin und von unserer Seite ich (mein Mann würde explodieren) und dem Elternbeirat.

Ich habe bisher folgendes gemacht:

- Anruf bei Beihilfe: Helme gibts nur fĂĽr Behinderte (Steht als Schutzhelm fĂĽr Behinderte im Hilfsmittelkatalog). Mein Sohn hat aber keine Behinderung.
- Anruf bei KKV (20%): "Wollen Sie Ihren Sohn mit aller Macht zum Behinderten machen" - Helmgibt es nicht.
- Anfrage bei einer Firma für Helme: 1. Reaktion war bitte eine Rezept besorgen. 2. Reaktion nach dem ich die Geschichte näher erklärt habe: So etwas haben wir noch nie gehört. Das ist ohne Worte. Bitte wenden Sie sich an ein Sanitätshaus
- Anfragen bei 5 Sanitätshäusern: Es gibt keinen Helm ohne Rezept. Die einen machen es aus Haftungs- die anderen aus Abrechnungsgründen nicht. Ein paar haben auch genug von übervorsichtigen Eltern.


Unser Kinderarzt hat uns nun ein Attest ausgestellt, dass Maximilian nicht an Epilepsie bzw. an Cerabralen Krampfanfällen leidet,für die ein Helm notwendig wäre.

So nach langer Rede, meine Fragen:

Gibt es noch Krankheiten (keine Behinderungen) fĂĽr die ein Helm notwenig ist (Argument kommt ja dann vielleicht von Krippenseite, so nach dem Motto "Attest deckt nicht alles ab").
Im Internet suche ich mich irgedenwie blöde.

Was kann ich sonst noch machen? :?:

Der Krippenplatz ist leider fĂĽr uns wirtschaftlich unbedingt notwendig wegen der Arbeit. Wechsel in den Kindergarten ist ab Ende des Jahres geplant.

Danke schon mal im Voraus.
LG

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Re: Bei welcher Krankheit "Helmpflicht" (lang)

Beitragvon Mone80 » 16/4/2011, 08:33

Hallo, ich kenne auch ein Kind welches aufgrund der Gangunsicherheit und des mangelnde abfangens mit den Händen ein Helm hat. Dieser wurde speziell angefertigt und und von einer gesetzlichen Krankenkasse bezahlt. Leider kenne ich mich mit mit der Beihilfe nicht so aus . Bei privaten Versicherungen ist es so das die ihr eigenen Hilfsmittelkatalog haben. Ist das bei der Beihilfe auch so?

Hat Eurer Sohn einen I-Platz im Kindergarten?

LG MOne
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Re: Bei welcher Krankheit "Helmpflicht" (lang)

Beitragvon steferl » 17/4/2011, 21:28

Hallo,

also im Leistungskatalog der Beihilfe gibt es Schutzhelme nur, wenn man eine Behinderung hat. Die werden dort als Schutzhelme fĂĽr Behinderte gefĂĽhrt. Bei der Krankenkasse gibt es Helme nur, wenn man 1. eine Behinderung hat oder 2. an "Anfallsleiden" leidet.
Wir bekommen also defenitiv keinen Helm ersetzt, weil bei unseren Sohn nur eine Entwicklungsverzögerung, aber keine Behinderung festgestellt wurde. Und ohne Rezept stehen unsere Chancen auch schlecht an einen zu kommen. Wobei wir da auch ab 250 Euro investieren müssten und wir noch am Bezahlen der Rechnungen für die Kinderreha sind - da ist ja auch nicht alles ersetzt worden.

Er hat einen normalen Platz in der Krippe (diese Krippe ist die einzige im Ort und nimmt auch keine "Problemfälle" auf - bei unserem Sohn kamen die Probleme erst nach 3/4 Jahr).

Wir wechseln hoffentlich bald in den Kindergarten, dieser arbeitet dann mit dem Frühförderzentrum in den Räumen des Kindergartes zusammen. Wir warten ja noch auf den Bescheid vom Bezirk.


Ich habe echt Angst vor dem Gespräch morgen.

LG

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Re: Bei welcher Krankheit "Helmpflicht" (lang)

Beitragvon Mone80 » 18/4/2011, 06:34

Guten Morgen Steffi, :troest: :troest: :troest:

oh oh schwierige Situation - ehrlich gesagt kenne ich auch kein Kinder welches in so einen frĂĽhen Alter schon einen Helm getragen hat - auĂźer bei der Vorerkrankung Epi.

Ich nehme mal an das sich die Kindergrippe hilflos und ĂĽberfordert fĂĽhlt.

Wir wäre es mit einem Runden Tisch mit allen Therapeuten und ev. Kinderarzt und natürlich den Eltern als Aufklärung und Lösungssuche für das Problem bzw. die Probleme.

Seit ihr schon in der FF?


LG Mone
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Re: Bei welcher Krankheit "Helmpflicht" (lang)

Beitragvon steferl » 18/4/2011, 06:55

Hallo,

der runde Tisch ist heute abend. Mit Trägerverein, Leitung Krippe, Leitung Gruppe und 2 vom Elternbeirat.

Mit der Frühförderung habe wir am Mittwoch Termin. Mal schauen, was dort dann gesagt wird. Maxi kommt uns aber mitterlweile wieder ein Stück sicherer vor beim Laufen.

LG

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Re: Bei welcher Krankheit "Helmpflicht" (lang)

Beitragvon *Martina* » 18/4/2011, 09:02

Hallo Steffi! Guten Morgen!

Na ja, ich könnte nun schon verstehen, dass du das Wort "Helm" nicht mehr magst.

Und ja - es gibt auch Helme auĂźer bei Epi oder Behinderung.
Es gibt z.B. die Helmtherapie, bei Kindern, die eine "Verformung" des Kopfes haben (ich hoffe, das ist der richtige Ausdruck, ansonsten: Entschuldigung). Ich meine, hier gelesen zu haben, dass ein Kind diese Therapie in der Vergangenheit hatte).

Bliebe dann nur noch die Frage, was in der Verordnung stehen müsste. Mit Kostenvorschlag und Verordnung könnte die KK dann eigentlich nicht ablehnen.
Aber lass dir alles schriftlich geben. Auch wenn die KK dir am Tel. sagt, dass sie ablehnen, solltest du das schwarz auf weiß haben - dann kannst du nämlich in den Widerspruch gehen.
Bei uns schließt sich die Beihilfe in den meisten Fällen an (auch Bayern). Irgendwo habe ich hier auch mal die Beihilfevorschriften eingestellt - ich suche sie dir mal raus.

Im ĂĽbrigen: Auf Fahrradhelm lass dich bitte nicht ein, das Stirnband finde ich, ehrlich gesagt auch nicht optimal. :oops: Bei Fahradhelmen wird immer gesagt, dass Kinder die ausziehen sollen, wenn sie spielen, dass die Strangulationsgefahr ausgeschlossen wird.
Das wäre dann wieder ein Argument bei der KK, falls die ablehnen sollte.

FĂĽr heute Abend sind die Daumen ganz fest gedrĂĽckt,

liebe GrĂĽĂźe,

Martina
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Re: Bei welcher Krankheit "Helmpflicht" (lang)

Beitragvon *Martina* » 18/4/2011, 09:17

Nochmal ich.

Falls der Doc einen Helm unnötig findet, könnte er dir für den Kindergarten dafür eine Bestätigung geben.
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Re: Bei welcher Krankheit "Helmpflicht" (lang)

Beitragvon steferl » 18/4/2011, 09:47

Hallo Martina,

das mit der Helmtherapie kenne ich sogar - habe ich bloĂź nicht mehr daran gedacht. :oops:
Maximilian hatte ja auch Krankengymnastik wegen seinem verformten Köpfchen, aber das hatte sich ja durch die Krankengymnastik wunderbar erledigt. Aber in der Praxis hatten wir teilweise Termine mit "Helmkindern".

Ansonsten sehe ich in der Kostenübernahme durch die KK keine Chance. Ich habe mir unsere Bedingungen mal angeschaut und das ist da wohl wirklich nur im Fall von "richtigen Erkrankungen" (hört sich das bescheuert an :oops: ) abgedeckt. Beihilfestelle bei uns interessiert gar nicht, wie die KK entscheidet (aber auch Bayern).

Vom Rezept her sieht unser Kinderarzt im Moment auch keine Chance uns das überhaupt irgendwie zu verordnen, wäre ihm wohl medizinisch zu grenzwertig.

LG

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Re: Bei welcher Krankheit "Helmpflicht" (lang)

Beitragvon Mone80 » 18/4/2011, 11:10

Hallo Martina, stimmt die Helmtherapie :irene4: :oops: - da hatte ich auch nicht dran gedacht.

Hallo Steffi, was sagen den die Therapeuten und Ă„rzte muss es wirklich sein? - es kann das Kind in seiner Entwicklung blockieren, da es nicht unbedingt die Erafhrungen macht wenn es hinfallen wĂĽrde. Ist die Sturzgefahr wirklich so hoch, das das sein muss. In der Grippe gibt es bestimmt noch kleinere Kids oder? - manche Kids lernen auch erst mit 19 Mo. laufen und dann auch nicht so geschickt - was ich damit meine: bei denen muss man eher ein Auge drauf haben. In einer Grippe sind doch viele kleine.

Viel Glück für Eurer Gespräch :blatt_18:
LG Mone
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Re: Bei welcher Krankheit "Helmpflicht" (lang)

Beitragvon steferl » 18/4/2011, 11:44

Also, laut Kinderarzt nicht notwendig. Laut Kinderzentrum nicht notwendig. Die Sturzgefahr ist nicht viel höher, als bei einem Kind, das vom Laufenlernen soweit ist wie er. Aber seine Beulen sind halt größer als bei einem Kind, das genauso stürzt wie er.
Deswegen bekommen wir auch kein Rezept.

LG

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Re: Bei welcher Krankheit "Helmpflicht" (lang)

Beitragvon Mone80 » 18/4/2011, 16:13

Hallo Steffi, :troest: oh man . Na dann ohne - wie gesagt die haben doch bestimmt auch kleiner Kids - wollen sie denen jetzt alle einen Helm aufsetzen? :eek:

Schreib mal wie das Gespräch ausgegangen ist .

LG MOne
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Re: Bei welcher Krankheit "Helmpflicht" (lang)

Beitragvon *Martina* » 18/4/2011, 18:02

Hallo,

ich glaube, es geht dem Kindergarten um Sicherheit - fĂĽr das Kind und sie. Das kann ich gut verstehen.
Aber Eltern mit Kündigung zu drohen, ist doch auch keine Lösung.
Vielleicht könnte der Arzt auch attestieren, dass der Kleine entwicklungsverzögert ist und daher halt hinfällt wie alle anderen Kinder auch, die Laufen lernen. Und dass die Ursache für die großen Beulen eben eine Folge des etwas größeren Kopfes und des etwas mehr an Hirnwasser (Steffi, meintest du das? Also Liquor?) ist, aber eben nicht, wegen dem man ein Kind auf die Straße setzt.

Es muss und wird eine Lösung geben....

Liebe GrĂĽĂźe,

Martina
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Re: Bei welcher Krankheit "Helmpflicht" (lang)

Beitragvon Mone80 » 18/4/2011, 18:46

Es muss und wird eine Lösung geben....


das sehe ich genauso - die handeln aus Unwissenheit und oft genügt es nicht wenn fachwissende Eltern etwas erklären können genauso gut wie Fachmenschen und dann kann man ev. versuchen solche Fachmenschen einzuladen und Aufklärungarbeit zu leisten.

So etwas ähnlich habe ich auch gerade am Laufen :wink: .

LG Mone
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Re: Bei welcher Krankheit "Helmpflicht" (lang)

Beitragvon steferl » 19/4/2011, 10:31

Hallo,

ich melde mich zurĂĽck. :hurra3: :bounce: .

Wir haben 1. die KĂĽndigung abgewehrt und sind 2. dem Helm aus dem Weg gegangen.

Die große Runde war gut als Gesprächsgrundlage. Die Vorsitzende vom Trägerverein wollte zwar unserem Nachbarn (und Elternbeiratsmitglied) der mich begleitet hatte, den Mund verbieten. Ist dort allerdings auf Granit gestoßen.

Am Anfang kamen noch Kommentare "wir hätten ihren Mann gerne dabei gehabt". Aber nach meiner Antwort "Einer muss ja auf das Kind aufpassen und wir haben keine Verwandschaft in der Nähe". war Ruhe.

Ich habe sachlich erklärt, dass wir keinerlei Chance haben einen Helm zu bekommmen, warum seine Beulen so groß werden und dass er entwicklungsverzöger ist (wusste die Krippe eigentlich schon durch das Gutachten vom Kinderzentrum). Ebenso dass der Kinderarzt keine Probleme bzw. Handlungsbedarf im Moment sieht.
Und auf einmal war alles fast kein Problem mehr.

Unsere Elternbeiratsvorsitzende (war ja auch anwesend) wird nun ein Piratentuch nähen, in dem vorne ein Stück Schaumstoff eingenäht ist (und mit Frottee abgepolstert ist wegen der Schweißbildung). hinten kommt ein Klettverschluss dran, damit das Tuch mitwächst. Da sie Schneidermeisterin ist, hat sie ja auch die Erfahrung mit den ganzen Materialen.
So hat Maximilian einen Schutz, der nicht auffällt. Einige Eltern hatten uns ja schon angesprochen. Die Kinder haben im Umgang mit Maxi keine Probleme.

Das ganze wird sich jetzt noch mal angeschaut und dann - falls es nicht funktioniert mit dem Tuch - gibt es ein weiteres Gespräch.
Aber bis es soweit kommt haben wir hoffentlich einen Kindergartenplatz in unserem Wunschkindergarten.

LG und danke fĂĽr euere UnterstĂĽtzung.

Steffi & Maxi
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Re: Bei welcher Krankheit "Helmpflicht" (lang)

Beitragvon *Martina* » 19/4/2011, 19:31

Hallo Steffi,

schööööööön! :cheers:

Ich freu mich für euch, dass ihr vom Helm erstmal weg seid und das es mit dem Piratentuch neue Möglichkeiten gibt :hurra3:
Und dass keine KĂĽndigung im Raum steht...

Ganz viel GlĂĽck beim neuen Kindergartenplatz!!!

Liebe GrĂĽĂźe,

Martina
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