Bachelorarbeit

Für viele Eltern bricht bei der Diagnose, ihr Kind ist behindert, oder retardiert, eine Welt zusammen. Hier sollen erste Hilfestellungen gegeben werden mit dieser erschütternden Diagnose umgehen zu können.

Bachelorarbeit

Beitragvon NinaBu » 10/5/2011, 19:26

Hallo zusammen,
ich studiere an der TU in Dortmund Rehabilitationswissenschaften und schreibe meine Bachelorarbeit über Pränatale Diagnostik.
In diesem Rahmen wĂĽrde ich gerne ein Interview mit einer Mutter und/oder einem Vater fĂĽhren, die sich trotz positiven PD Befund fĂĽr ihr Kind entschieden hat/haben.
Ich würde in meiner Bachelorarbeit gerne untersuchen, wie die Entscheidungsfindung abläuft, aus welchen Gründen sich Mütter bzw. Väter für oder gegen ihr Kind entscheiden und wie man Eltern in dieser schweren Zeit vielleicht helfen könnte (Verbesserung der Schwangerschaftsberatung o.ä.)

Ich würde mich sehr freuen, wenn sich jemand melden würde. Ihr Name wird in der Arbeit natürlich nicht veröffentlicht.
Liebe GrĂĽĂźe,
Nina
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Re: Bachelorarbeit

Beitragvon Mone80 » 10/5/2011, 19:34

Hallo Nina,

Bild



grins schön das du den Weg hier her gefunden hast.

Wie nur kopfkratz :irene4: .


Ich hoffen es finden sich ein paar Familien fĂĽr Dich.

LG Mone
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Re: Bachelorarbeit

Beitragvon NinaBu » 10/5/2011, 19:37

Viele Dank nochmal ;)
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Re: Bachelorarbeit

Beitragvon Mone80 » 10/5/2011, 19:44

Kein Thema :mrgreen: .

Kannst Du mal mehr ĂĽber Dein studienfach schreiben :eek: - was beinhaltet das ?

LG Mone
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Re: Bachelorarbeit

Beitragvon NinaBu » 10/5/2011, 20:59

Ich studiere Rehabilitationswissenschaften auf Lehramt. An anderen Universitäten läuft das Studium auch unter dem Namen Sonderpädagogik oder Heilpädagogik. Meine Förderschwerpunkte sind geistige Behinderung und Lernbehinderung. Wenn alles gut läuft werde ich also Lehrerin an einer Schule mit einem dieser beiden Förderschwerpunkte.
Hmm, was soll ich schreiben? ;) Hast du noch Fragen?
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Re: Bachelorarbeit

Beitragvon Mone80 » 10/5/2011, 21:51

Hallo Nina, ah so jetzt wirds mir klarer.

Danke

LG Mone
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Re: Bachelorarbeit

Beitragvon *Martina* » 10/5/2011, 22:07

Hallo Nina,

in welchem Semester bist du denn dann? Mit dem Bachelor und dem Master kenne ich mich nun nicht wirklich aus.
Helfen kann ich dir leider nicht - mein Sohn wurde gesund geboren - zumindest vermeindlich (?).
Ich bin aber eine "späte" Mutter mit einigen Fehlgeburten, habe aber eine FU abgelehnt, weil ich die Konsequenzen nicht gezogen hätte.

Mir war zum einen klar, dass man durch pränatale Untersuchungen nicht alle Behinderungen ausschließen kann (habe in meiner ersten Ausbildung auch mal in der Humangenetik gearbeitet) und zum anderen habe ich mir gesagt, dass es ja immer zu Behinderungen kommen kann (leider, aber unmöglich dem auszuweichen).

Im nachhinein muss ich jedoch sagen, dass ich die Auswirkungen einer Behinderung damals eindeutig unterschätzt habe.

Ich wĂĽnsche dir gute Infos!!

Liebe GrĂĽĂźe,

Martina

Nur ganz neugierig. Verarbeitest du deine Infos mit einem Fragebogen? Also empirische Forschung? Oder als Erfahrungsberichte?
Jakob (*11/02), V.a. angeborene unbekannte Stoffwechselstörung, schwerst mehrfachbehindert, Z.n ALTE, ICP, blind, Microcephalus, Epilepsie, Sondenkind mit PEG, Hüftluxation bd., Kyphose. Bruder von Pauline (15 J.) und Sophie (13 J.).
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Re: Bachelorarbeit

Beitragvon KatrinHH » 11/5/2011, 07:04

Hallo Nina!

Bei uns ist es so, dass Jacqueline eine vererbte genetische fortschreitende Erkrankung hat. Wir wußten also von Anfang an zu 50%, dass sie eine Behinderung haben könnte, die aber nicht von Geburt an vorhanden ist. Da ich bereits zum Zeitpunkt der Schwangerschaft 27 war und selber auf Antiepileptika angewiesen bin, habe ich eine FU machen lassen, um weitere, erkennbare, Behinderungen auszuschließen. Damals sagte ich zu meinem Partner, ich würde einen Abbruch machen, sollte sich eine "Zusatz"behinderung zeigen - heute denke ich da anders drüber.
Aus Sicht einer Mutter mit Behinderung gehe ich an das Thema vielleicht anders ran als andere. Viele konnten es anfangs nicht verstehen, dass ich mich trotz eigener Behinderung bewußt für ein möglicherweise behindertes Kind entscheide - heute bin ich froh über diese Entscheidung. Meine und auch die Behinderung meiner Tochter sind rein körperlich, dass gibt es nicht so oft. Mit diesen Vorraussetzungen hat man Chance auf ein fast normales leben mit Arbeitsplatz und Familie - dem Kind diese Chance nicht zu geben, wäre ungerecht gewesen - ich habe sie ja damals auch bekommen von meinen Eltern und nach meinen Möglichkeiten genutzt. Heute bin ich meinen Eltern dankbar für diesen Einsatz, den sie leisteten, das möchte ich gern an Jacqueline weitergeben.

GruĂź, Katrin
Katrin (10/74), Tetraspastik / Diplegie und Epilepsie ohne Hilfsmittel; Jacqueline (9/02), HSP, eine seltene genetische fortschreitende Erkrankung, seit Sommer 2010 mit Rolli. Sie hat es vom Vater geerbt, lebt auch bei ihm.
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Re: Bachelorarbeit

Beitragvon NinaBu » 11/5/2011, 09:36

Hey Martina,
ich bin jetzt im 6 Semester.
Ich wollte für meine BA-Arbeit 2 Interviews durchführen, die dann aber auch in die Tiefe gehen sollen. Ein Interview führe ich mit einer Mutter, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch nach positiven Befund entschieden hat. Diese Mutter habe ich schon gefunden. Das andere Interview würde ich gerne mit Eltern durchführen, die sich für das Austragen ihres Kindes entschieden haben. Leider ist es schwerer jemanden für dieses Interview zu finden als ich dachte (hab es schon in mehreren Foren versucht), hätte eher erwartet, dass es schwerer wird für das andere Interview jemanden zu finden.

Ich kann deine Entscheidung, die Untersuchung nicht durchzuführen gut verstehen. Zum einen können noch lange nicht alle Behinderungen entdeckt werden, zum anderen kann ja auch bei der Geburt oder kurz danach etwas schief gehen. War es denn schwierig für dich sich gegen die Untersuchungen zu stellen? Musstest du dich oft rechtfertigen?
Liebe GrĂĽĂźe
NinaBu
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Re: Bachelorarbeit

Beitragvon NinaBu » 11/5/2011, 09:45

Hallo Katrin,
ich finde es sehr mutig von dir, dass du dich für eine Schwangerschaft und für dein Kind entschieden hast. Warum sollte diese schöne Erfahrung nur Menschen ohne Behinderungen vorenthalten sein? Außerdem ist es für deine Tochter bestimmt auch ein Stück leichter, da du die Behinderung ja selber sehr gut kennst, dich gut in ihre Lage versetzen und bestimmt ein super Vorbild für sie sein kannst.
Ich wĂĽnsche euch weiterhin viel GlĂĽck !
GrĂĽĂźe,
Nina
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Re: Bachelorarbeit

Beitragvon *Martina* » 11/5/2011, 10:49

Hey du!

Ich bin mir sicher, du findest hier jemanden!!

Nein, Nina, der Arzt hat mir das mit der FU erklärt, gleichzeitig aber ganz klar zu verstehen gegeben, dass es meine/unsere Entscheidung ist.

Katrin hat vollkommen Recht - unsere Wahrnehmungen haben sich verschoben...
Früher hätte ich gesagt, warum treibt eine Frau bei Behinderung ab? Geht doch gar nicht. Heute würde ich sagen - es ist ihre persönliche Entscheidung, die ich vielleicht nicht verstehen muss, die ich aber zu akzeptieren habe. Genauso wie Unbedarfte meine Meinung.
Und im nachhinein kann man ja leichter beurteilen.

Wir waren nun schon öfter in einem Kinderhospiz - da muss man die Frage beantworten, was man für sein Kind im Notfall will - Réanimation, Bebeutelung, Beatmung..auch hier habe ich Menschen getroffen, die anderer Meinung als ich waren. Aber wir konnten miteinander reden, unsere Argumente austauschen und haben uns verstanden.

Du bekommst eine PN von mir!

Liebe GrĂĽĂźe,

Martina
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Re: Bachelorarbeit

Beitragvon Mone80 » 11/5/2011, 11:53

Hallo ihr lieben,

ich denke auch das es jeden seine eigene Entscheidung ist und hängt von der eigenen Einstellung, Persönlichkeit, Entwicklung, gesellschaftliche Einflüsse, Familie und Partnerschaft, Gesundheit aber ich denke auch finanzielle Situation ab.

Aber vor allem kann man es ertragen und verarbeiten.

FrĂĽher habe ich auch immer gedacht, so etwas geht gar nicht abtreiben, aber die Familien dich ich betreue / betreute und meine Erfahrungen in Beruf und privat haben mich --> denke ich toleranter gemacht. :baer:

Wichtig ist das die Eltern wissen - es ok egal wie sie sich entscheiden und ich denke das ist mit der größte Knackpunkt und gesselschaftlich Akzeptanz dem gegenüber.

Liebe GrĂĽĂźe

Mone
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